Erweiterte Krebsvorsorge mit Prevo-Check

Humane Papillomaviren (HPV) sind weit verbreitet. Es gibt mehr als 200 bekannte verschiedene HPV-Typen. Manche HPV-Typen führen an der Haut zu gewöhnlichen Hautwarzen. Andere befallen die Schleimhaut v.a. an den Geschlechtsorganen und am After. Bestimmte HPV-Typen können Gebärmutterhalskrebs und andere Krebserkrankungen auslösen. Etwa 80% der sexuell aktiven Menschen kommen im Laufe des Lebens mit HPV in Kontakt. Die meisten Menschen wissen jedoch gar nicht, dass sie einen Kontakt oder eine Infektion mit HPV haben oder hatten, da nur selten Symptome entstehen.

Dennoch können besonders die HPV-Typen 16 und 18 (sogenannte Hochrisiko-Typen) in einigen Fällen Krebserkrankungen im Mund-Rachen-Raum, am Muttermund oder im Anogenitalbereich auslösen. Üblicherweise werden HPV beim Geschlechtsverkehr über Haut- und Schleimhautkontakt übertragen. Der Gebrauch von Kondomen kann die Ansteckungsgefahr zwar verringern, bietet aber keinen zuverlässigen Schutz. Die HPV-Impfung schützt vor einer Infektion mit krebsauslösenden HPV. Bisher gibt es keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung von HPV-Infektionen, aber wirksame Methoden zur Früherkennung und Behandlung von HPV-bedingten Erkrankungen.

Mit Hilfe des Prevo-Check-Schnelltest lassen sich aus einem Tropfen Blut zuverlässig Antikörper gegen HPV16-induziertes Tumorwachstum im Blut nachweisen. Die Untersuchung kann direkt in der Praxis erfolgen. Die Testauswertung dauert etwa 20 Minuten. Ist das Ergebnis negativ ist nichts weiter zu unternehmen, die Untersuchung kann jährlich wiederholt werden. Ist das Ergebnis positiv, d.h. wurden Antikörper nachgewiesen, hat HPV16 Einfluss auf das Zellwachstum im Körper genommen. Es sollte eine umfassende Diagnostik der Risikolokalisationen erfolgen. Empfohlen werden dazu eine gynäkologische, HNO-ärztliche, proktologische und urologische Früherkennungsuntersuchung. Durch den Einsatz des Tests können so Krebsvorstufen früher erkannt und dann meist mit schonenderen Therapieverfahren erfolgreicher behandelt werden als fortgeschrittene Tumore.

Grundsätzlich empfiehlt sich die Früherkennung für alle augenscheinlich gesunden Patienten ab dem 40. Lebensjahr. Von großer Bedeutung ist die Früherkennung altersunabhängig für Patienten, die Risikofaktoren für HPV-assoziierte Tumoren aufweisen wie z.B.

  • Hoher Tabakkonsum (Rauchen, Schnupf- oder Kautabak)
  • Regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Andauernde bzw. wiederkehrende HPV16 Infektionen bei sich oder dem Partner/der Partnerin
  • HPV-bedingte Tumoren in der eigenen Vorgeschichte
  • Kondylome in der eigenen Vorgeschichte
  • Bestehende Immunschwäche oder Immunsuppression

Der Test ist nicht geeignet für Personen, die eine HPV-Impfung hatten. Nach der Impfung hat das Immunsystem Antikörper produziert, die zu einem positiven Ergebnis bei Prevo-Check® führen würden.

Die Kosten für den Test werden nach GOÄ mit der Ziffer 4405A abgerechnet und betragen inkl. der Blutentnahme ca. 60€.

Weitere Informationen zu HPV finden Sie beim Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrum:

Menü