Moderne Diagnostik von Haut- oder Nagelpilz mit Myko-PCR

Sie haben hartnäckige Haut- oder Nagelveränderungen oder eine bisher erfolglose Pilzbehandlung? Vereinbaren Sie gerne einen Termin zur differenzierten mykologischen Diagnostik.

Verdickte, verfärbte oder brüchige Nägel werden häufig vorschnell für Nagelpilz gehalten. Doch auch andere Erkrankungen – beispielsweise eine Schuppenflechte, ein Ekzem oder eine mechanisch bedingte Nagelveränderung – können ganz ähnlich aussehen.

Bevor eine langwierige Behandlung begonnen wird, sollte deshalb möglichst sicher geklärt werden:

  • Liegt tatsächlich eine Pilzinfektion vor?
  • Welcher Erreger ist dafür verantwortlich?
  • Handelt es sich um einen Dermatophyten, einen Hefe- oder einen Schimmelpilz?
  • Welche Behandlung ist voraussichtlich geeignet?
Die Vorteile der Myko-PCR

Bei der Myko-PCR wird das Erbgut möglicher Pilzerreger direkt aus Hautschuppen, Haaren oder Nagelmaterial nachgewiesen. Im Vergleich zur klassischen Pilzkultur bietet das Verfahren wichtige Vorteile:

  • hohe Empfindlichkeit
  • schnelle und differenzierte Ergebnisse
  • genaue Identifizierung zahlreicher Pilzarten
  • Nachweis auch bei geringer Erregermenge
  • gezieltere Auswahl der Behandlung
  • Vermeidung unnötiger oder unwirksamer Therapien

Eine Pilzkultur benötigt häufig mehrere Wochen und kann trotz bestehender Infektion negativ bleiben. Das Ergebnis der Myko-PCR liegt dagegen in der Regel deutlich schneller vor.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Nach der ärztlichen Untersuchung entnehmen wir gezielt Material aus dem betroffenen Bereich. Bei Nagelveränderungen werden beispielsweise feine Nagelspäne aus dem Übergang zwischen verändertem und gesundem Nagel gewonnen. Anschließend erfolgt die molekularbiologische Untersuchung auf relevante Dermatophyten sowie – abhängig vom eingesetzten Testverfahren – auf ausgewählte Hefe- und Schimmelpilze. Nach Vorliegen des Befundes besprechen wir mit Ihnen die geeignete Behandlung.

Wichtig vor der Probenentnahme!

Damit das Ergebnis möglichst zuverlässig ist, sollten vor der Untersuchung über mindestens 7 nach Möglichkeit keine antimykotischen Lacke, Cremes oder Tabletten angewendet werden. Bitte teilen Sie uns mit, welche Präparate Sie zuletzt benutzt haben. Wir beraten Sie individuell, ob und wie lange eine Behandlungspause sinnvoll ist.

Kosten

Die Myko-PCR ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie wird nach der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet. Die Kosten richten sich nach dem Umfang der Untersuchung und werden vor der Durchführung transparent mit Ihnen besprochen. Für eine umfassende Myko-PCR einschließlich ärztlicher Untersuchung, Materialentnahme und Befundbesprechung entstehen in der Regel Gesamtkosten von etwa 220 bis 240 Euro.

Unser Ziel: erst die Diagnose, dann die Therapie

Gerade vor einer mehrmonatigen Behandlung mit Tabletten ist ein möglichst sicherer Erregernachweis sinnvoll. So können unnötige Medikamenteneinnahmen vermieden und Pilzinfektionen gezielter behandelt werden.